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Putzreihenfolge: Welche Bürste kommt wann?

Symbolbild (KI-generiert): Pferdebürsten am Putzplatz

KI-generierte Darstellung (Symbolbild)

Titelbild: KI-generierte Darstellung (Symbolbild)

Am Putzplatz liegt alles bereit, dein Pferd steht angebunden, und trotzdem greifst du vielleicht jedes Mal zu einer anderen Bürste zuerst. Dabei macht die Reihenfolge einen spürbaren Unterschied: Wer erst löst, dann aufnimmt und zum Schluss glättet, putzt gründlicher und meist auch schneller. Hier gehen wir den Ablauf Schritt für Schritt durch und schauen, welche Bürste wann an der Reihe ist.

Die Grundregel ist einfach: von grob nach fein und von oben nach unten. Zuerst kommt alles, was Schmutz und lose Haare lockert, danach das, was sie aus dem Fell holt, und am Ende das, was Staub aufnimmt und das Deckhaar glättet. Kopf, Mähne und Schweif bekommen eigene Werkzeuge.

Schritt 1: Hufe auskratzen

Viele beginnen mit den Hufen, und das hat einen praktischen Grund: Was aus den Hufen fällt, landet auf dem Boden und nicht im frisch geputzten Fell. Außerdem siehst du gleich zu Beginn, ob ein Steinchen festsitzt oder etwas anders aussieht als sonst. Der Hufkratzer LILO hat eine stabile Form, mit der sich Schmutz, Matsch und kleine Steinchen aus dem Huf entfernen lassen, und dicht gearbeitete Metallborsten für festere Verschmutzungen.

Arbeite von der Ferse in Richtung Zehe und lass die Strahlfurchen nicht aus. Wenn dir am Huf etwas auffällt, etwa ein ungewohnter Geruch oder eine Stelle, an der dein Pferd zuckt, sprich mit deinem Hufschmied oder Tierarzt.

Schritt 2: Striegeln - Schmutz und lose Haare lösen

Der Striegel ist das Werkzeug, das vorarbeitet. Mit kreisenden Bewegungen lockerst du angetrockneten Schmutz, Staub und lose Haare, damit die Bürsten danach etwas aufnehmen können. Beginne am Hals und arbeite dich über Schulter, Rücken und Kruppe nach hinten. Knochige Stellen und die Beine lässt du beim Striegeln eher aus.

Welcher Striegel passt, hängt vom Fell und von der Jahreszeit ab. Der Gummi-Striegel FLORESTANO löst lose Haare, Staub und leichten Schmutz mit kreisenden Bewegungen. Der Massage-Striegel CORNET hat eine flexible Noppenfläche, die sich der Körperform anpasst, und bereitet das Fell auf Kardätsche und Glanzbürste vor. Im Fellwechsel löst der Federstriegel ALICE mit seiner flexiblen Spiralstruktur lose Haare aus dem Fell. Eine Übersicht findest du bei unseren Striegeln für den Fellwechsel.

Wenig Druck reicht meist aus. Achte darauf, wie dein Pferd reagiert: Steht es ruhig, passt der Druck. Weicht es aus oder spannt die Haut an, nimm etwas zurück.

Schritt 3: Wurzelbürste - groben Schmutz entfernen

Nach dem Striegeln sitzt der gelöste Schmutz noch locker im Fell. Jetzt kommt die Wurzelbürste mit festen Borsten. Du arbeitest in kurzen, zügigen Strichen in Haarwuchsrichtung und schnippst den Schmutz am Ende jedes Strichs aus dem Fell. Die Wurzelbürste CARA hat robuste, feste Borsten für groben Schmutz, Staub und angetrocknete Erde und eignet sich für Beine und Körper. Der eingekerbte Holzgriff liegt gut in der Hand.

An den Beinen übernimmt die Wurzelbürste die Arbeit des Striegels. Arbeite hier von oben nach unten und lass dir an Fesseln und Ballen Zeit, denn dort sammelt sich oft angetrockneter Matsch.

Schritt 4: Kardätsche - Staub aus dem Fell holen

Mit der Kardätsche nimmst du auf, was Striegel und Wurzelbürste gelöst haben. Zieh sie in langen, ruhigen Strichen in Haarwuchsrichtung durchs Fell und streif sie nach jedem zweiten oder dritten Strich am Striegel ab. So bleibt sie sauber und verteilt den Staub nicht wieder im Fell. Die Kardätsche TORI hat weiche, dichte Borsten, die Staub aufnehmen, und eignet sich als Finish nach dem Striegeln.

Bei sehr staubigem Fell lohnt es sich, diesen Schritt etwas länger zu machen. Er entscheidet oft am meisten darüber, wie das Fell am Ende aussieht.

Schritt 5: Kopf und feine Partien

Kopf, Bauch, Innenschenkel und die Partie hinter dem Ellbogen bekommen eigene, weichere Werkzeuge. Am Kopf arbeitest du langsam und ruhig, mit einer Hand am Halfter und dem Blick auf die Reaktion deines Pferdes. Die Kopfbürste MÄXCHEN hat extraweiche Borsten für feine Partien wie Nüstern, Augen- und Ohrenpartie und ist kompakt genug für Ponyköpfe und kleinere Hände.

Wenn dein Pferd beim Putzen kitzelig ist oder keine Bürste am Kopf mag, kann ein Handschuh der leichtere Einstieg sein. Mit dem Fellpflege-Handschuh HANNI putzt du mit der flachen Hand. Die weichen Noppen nehmen lose Haare, Staub und Schuppen auf und erreichen auch Kopf, Beine und Bauch.

Schritt 6: Mähne und Schweif

Das Langhaar kommt dran, wenn das Fell fertig ist. So fällt kein Staub aus Mähne und Schweif auf das saubere Fell. Arbeite von unten nach oben: erst die Spitzen entwirren, dann Stück für Stück höher ansetzen. Größere Knoten löst du vorher vorsichtig mit den Fingern. Mehr dazu, welche Bürste zur Mähne passt, findest du in einem eigenen Artikel.

Die Mähnenbürste VIDI hat dicht gesetzte Metallborsten, die Knoten und Verfilzungen lösen, und eignet sich für Mähne und Schweif. Für dichteres, kräftigeres Langhaar gibt es die Mähnenbürste TRUDI mit besonders starken Kunststoff-Pins.

Schritt 7: Finish - letzter Staub und Glanz

Zum Schluss geht es nur noch um den letzten feinen Staub und ein glattes Deckhaar. Hier sind sehr weiche, feine Borsten gefragt. Die Glanzbürste MO hat extra feine Borsten, die feinen Staub aufnehmen, und eignet sich auch für Kopf und feine Partien. Die Glanzbürste FREDO mit weichem Kern und feinem Borstenkranz ist für das finale Finish nach dem Putzen gedacht. Die Fellglanzbürste FAVO mit weichen hellen und dunklen Borsten nimmt feinen Staub und Hautschüppchen auf und eignet sich auch für geschorene Pferde.

Wer lieber mit der Hand arbeitet, nimmt für den letzten Durchgang den Putzhandschuh BONNY. Seine weiche Pflegefläche nimmt Staub auf und eignet sich auch für feine Partien.

Nach dem Putzen: Bürsten kurz sauber machen

Klopf die Bürsten nach dem Putzen kurz aus und streif Haare aus den Borsten, dann sind sie beim nächsten Mal wieder einsatzbereit. Bürsten mit Holzkörper solltest du nicht im Wasser liegen lassen und mit den Borsten nach unten trocknen lassen. Wie du deine Bürsten gründlich reinigst, erklären wir Schritt für Schritt in der Anleitung zum Reinigen von Pferdebürsten.

Die Reihenfolge an deinen Alltag anpassen

Nicht jeder Tag braucht alle sieben Schritte. Vor einem kurzen Ausritt reichen oft Hufe, Striegel, Kardätsche und ein Blick auf Sattel- und Gurtlage. Im Fellwechsel verschiebt sich das Gewicht zum Striegel, vor dem Turnier zum Finish. Wichtig ist nur, dass du grob vor fein putzt und die Hufe nicht vergisst.

Mit der Zeit wird die Reihenfolge zur Gewohnheit, und du weißt bald, welche Bürste in deinem Putzkasten welchen Platz hat. Dann wird aus dem Putzen ein ruhiger Ablauf, bei dem du dein Pferd jeden Tag ein Stück besser kennenlernst.


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